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Isfahan

Die Stadt Isfahan ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Isfahan im Iran. Der Name Isfahan bedeutet laut einem persischen Sprichwort – nesf-e dschahan – Isfahan ist die Hälfte der Welt. Die Stadt befindet sich im Zentrum von Iran und hat etwa 1.600.554, inklusive des Umlands 2.071.000 Einwohner. Etwa 400 Kilometer nördlich von Isfahan liegt Teheran.


Isfahan hat eine besondere geograpische Lage. Denn die Stadt befindet sich auf einer Seehöhe von 1500 Metern in einer Flussoase im Flusstal von Zayandeh Rud am Rande des Zagrosgebirge. Die Bakhtiyari- Berge umschließen die Stadt im Westen und Süden. Im Norden und Osten ist die iranische Hochebene, die den Übergang zur großen Wüste bildet.

Geschichte zu Isfahan

Erbaut wurde Isfahan im 4-5 Jahrhundert vor Christus in der Zeit der Achämeniden. Isfahan hatte in der Vergangenheit viele Aufgaben. Zur Zeit der Parther war Isfahan Hauptstadt und zur Zeit der Sassaniden Heerlager. 400 vor Christus nahm die Anzahl an jüdischen Bewohnern deutlich zu, da die Gehmalin des Königs Yazdsgred I. Jüdin war. Um 1047 eroberten die Seldschuken Isfahan und verhalfen dieser Stadt zu seiner Blütezeit. Ein dunkles Ereignis der Stadt war die Eroberung durch Timur-e Leng (Tamerlan) um 1379. Zu dieser Zeit wurden etwa 70.000 bis 200.000 Einwohner abgeschlachtet und die Köpfe zu minaretthohen Türmen gestapelt. Diese Lage verbesserte sich, als Shah Abbas I. an die Macht kam und Isfahan zur Hauptstadt erklärte. Die Einwohnerzahl stieg wieder, von 60.000 auf 600.000. Auch die Infrastruktur wurde deutlich verbessert. Aus dieser Zeit kommt auch der Spruch „Isfahan ist die Hälfte der Welt“. Leider wurde Isfahan 1722 fast völlig durch die Afghanen zerstört. Heute gewinnt Isfahan wieder mehr an Ansehen. Besonders in touristischer Hinsicht.

Scheich-Lotfollāh-Moschee

Scheich-Lotfollāh-Moschee ©iStockphoto/AG-ChapelHill

Das Stadtbild wird geprägt von vielen historischen Gebäuden, wie Palästen, Minaretten und die blauen Kuppeln der Moscheen. Sehr berühmt ist das heutige Isfahan als moderne Universitätsstadt und iranisches Zentrum der Atomindustrie,sowie als Zentrum für Kunsthandwerk. Deshalb ist für Touristen vorallem der Basar im Norden am Imam-Platz von Isafahan von großem Interesse. Er gehört zu den größten und beeindruckendsten Basare des Irans. Er ist berühmt für seine Vielfalt und hohe Qualität an Kunsthandwerk. Der feine handgeknüpfte Perserteppich Isfahan wurde aus diesem Grund nach der Stadt benannt.


Wenn der Basar nicht aktiv ist, ist der Imam- Platz trotzdem ein sehenswerter Schauplatz. Der Meidan-e Emam ist mehr als 500m lang und an den Seiten von doppelstöckigen Arkaden umfasst. Der Platz wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt, da er weltweit der größte Platz ist und eine der bedeutensten Sehenswürdigkeiten des Orients ist. Nicht unschuldig daran sind auch die beeindruckenden Gebäude an den Ecken des Platzes. Dies sind zum einen die Moscheen Masdsched-e Emam und Lotfollah, sowie der Palast Ali Qapu („Hohe Pforte“). An der nördlichsten Ecke schließt der Basar an. Für Naturfreunde bietet der Tschahar-Bagh, ein grüner Platz mit Bäumen und Kanälen gestaltet, eine Erholungsoase. Der Fluss Zanayde Rud verbindet den Park mit der Stadt. Der Fluss wird von vielen sehr aufwendig und kunstvoll entworfenen Brücken überquert. Zu den bekanntesten gehören die 33-Bogen-Brücken (Si-o-se pol) und die Khaju-Brücke.

Im Zentrum des Armenviertels befindet sich ebenfalls eine sehr beeindruckende Sehenswürdigkeit. Die Vank-Kathedrale aus der Zeit 1606 bis 1655. Christliche Architektur, sowie persisch-islamische Ornamentik und Gestaltungsformen machen die Kathedrale zu einem außergewöhnlichem Bauwerk. Noch heute ist die Kirche das geistge Zentrum der armensischen Christen. Weitere touristische Anziehungspunkte sind die vielen orientalischen und persischen Cafes entlang des Flusses. Hier können Sie jederzeit eine Flussfahrt machen. An allen Stegen befinden sich viele Tretboote in Schwanenform, mit denen sie ebenfalls den Fluss entlang schippern können. Bekannt ist Isfahan auch aus dem Romander Medicus von Noah Gordon. Tauchen Sie ein in die iranische Welt und lassen Sie sich von dieser begeistern.

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