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Iran – Land der Moscheen

Der Iran ist ein faszinierendes Reiseland, das mit einzigartigen kultur- und kunsthistorischen Schätzen lockt. Jahrhunderte einer bewegten Geschichte haben ihre Spuren hinterlassen, die es sich zu entdecken lohnt.

Nicht fehlen darf bei einer Iranreise der Besuch einer der unzähligen Moscheen, viele davon kleine Juwelen der Architektur. So gehört beispielsweise die Große Freitagsmoschee (Masjed-e jom’e) in Isfahan, deren Geschichte bis in das 11. Jahrhundert nach Chr. verfolgt werden kann, zu den ältesten erhaltenen islamischen Bauwerken der Stadt. Bekannt ist sie vor allem wegen ihrer aufwendig gestalteten Mosaiken und den gut erhaltenen mongolischen Stuckarbeiten aus dem 12. Jahrhundert n. Chr.. Trotz ihres ehrwürdigen Alters ist die Moschee bis heute ein bedeutender Ort für Gläubige, die hier ihr Gebet verrichten oder sich an einem schattigen Platz versammeln, um etwas zu plaudern oder auszuruhen. Auch Touristen finden in der Großen Freitagsmoschee einen ruhigen Rückzugsort fern der Hektik und dem aufregenden Treiben der Stadt.

Prachtmoschee Imam

Betritt man die ebenfalls in Isfahan gelegene Prachtmoschee Imam, taucht man ein in die bezaubernde Welt von 1001 Nacht. Tiefblaue und türkisfarbene Mosaiken zieren die am Imam-Khomeini-Platz gelegene Moschee. Die aufwendigen floralen, kalligraphischen und ornamentalen Muster der Mosaiken, die zum größten Teil von dem bedeutenden Kalligraphen Ali Resa Abbasi entworfen wurden, bieten einen überwältigenden Anblick.

In der östlich von Isfahan gelegenen Oasenstadt Yazd lässt sich die Masdjid-e Amir Chaqmaq Moschee, die auf Grund der Großen Anzahl Gläubiger, die hier zum Freitagsgebet erscheinen ebenfalls als Freitagsmoschee bekannt ist, besichtigen. Auch sie ist ein Jahrhunderte altes Zeugnis bemerkenswerter Baukunst. Das im 12. Jahrhundert n. Chr. erbaute Gebetshaus ragt sprichwörtlich heraus durch die zwei Minarette, die als die höchsten des Landes gelten.

Iran

Iran ©iStockphoto/Muhur

Blaue Moschee

Bei einem Besuch der nordwestlich gelegenen Stadt Täbris sollte unbedingt auch ein Abstecher in die sogenannte Blaue Moschee eingeplant werden. Die Masjed-e Kabud ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt und wurde 1465 auf Befehl des damaligen Herrschers Schah Jahan errichtet, dessen Grablege hier auch heute noch besucht werden kann. Der ursprünglich neben der Moschee sowohl ein Schule, als auch ein öffentliches Bad und eine Bibliothek beherbergende Komplex wurde 1779 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört. Erhalten blieb das Mausoleum und der Gebetsbereich der Moschee. Sehenswert sind die im Mausoleum verwendeten und mit aufwendigen Gravuren verzierten Marmorplatten, auf denen Koranverse zu lesen sind.

Nahezu in jedem Ort des Iran lassen sich faszinierende und in verschiedener Hinsicht interessante Moscheen finden. Die Zahl ist schier überwältigend – und eine Moschee ist schöner als die nächste. Die lange Tradition des persischen Reichs und die orientalische Formensprache und Farbenpracht, die so häufig Niederschlag in den Auschmückungen der Gebetshäuser finden, versetzen die Besucher in eine märchenhafte Welt, die immer wieder zu überraschen vermag.

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